Träume

Träume sind - entgegen der Volksmundmeinung - alles andere als Schäume. Ganz im Gegenteil: Träume sind der Spiegel der Seele und wollen uns immer auf etwas hinweisen. Meist tun sie das in einer Art Bildersprache, die nicht ohne Weiteres zu knacken ist. Um sie zu entschlüsseln, muss man gelernt haben, die Traumsprache zu deuten.

Ist die Symbolik im Grundsatz verstanden, erkennt man leicht die unbestechliche Logik, die sich hinter jedem Traum verbirgt, auch wenn er vordergründig noch so verworren scheinen mag.

Der Traum kann uns aus jeder Schicht unseres Seins (Körper, Seele und Geist), seine Botschaft schicken. Er kann warnen, raten oder uns einen Spiegel vor's Gesicht halten.

Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, möglichst viel vom Träumer zu wissen, der all zu oft seine Erfahrungen aus der Vergangenheit in die Zukunft projiziert und dabei leicht vergisst, dass er jetzt lebt.

Der Traum ist immer aktuell. Auch wenn wir von lange vergangenen Ereignissen träumen, so hat das dennoch etwas mit unserer momentanen Situation zu tun. Nichts ist unwichtig!

Aber da der Mensch vielfach dazu neigt, in eigenen Belangen leicht betriebsblind zu sein, mag es hilfreich sein, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

In meiner Praxis gehört es dazu, dass meine Klienten u.a. als Hausaufgabe bekommen, Träume, an die sie sich erinnern, möglichst gleich nach dem Aufwachen aufzuschreiben. Oft ergibt sich daraus eine gute Möglichkeit, fern ab von jeder Theorie zu erkennen, was jetzt zu tun ansteht.


In unseren Seminaren gehen wir gemeinsam auf die Suche nach dem jeweiligen Traumschlüssel. Wir machen auch Tagtraum-Reisen, bei denen die Teilnehmer gebeten werden, sich eine bestimmte Szene vorzustellen, z.B. eine friedliche Landschaft, eine Blume, ein Haus, einen Berg etc.

Es ist sehr spannend, wenn im anschließenden Gespräch herauskommt, wie unterschiedlich zehn Menschen, die alle die gleichen Vorgaben gehört haben, sich diese Szenen vorstellten. Daraus lernen wir, wie wenig uns die isolierte Symbolik hilft, einen Traum zu interpretieren, und wie wichtig es ist, mit welcher Emotion der Traum (auch der Tagtraum) erlebt wurde: war der Träumer wütend, geriet er in Panik oder war er so froh, dass er am liebsten weiter geträumt hätte?


Die Erfahrungen, die ich dabei in vielen Jahren gesammelt habe, sind in meinem Buch "Trauminhalte verstehen" festgehalten. Sie finden hier eine Fülle von praktischen Beispielen, die aufzeigen, wie die einzelnen Traumsymbole im Zusammenhang des kompletten Traumes und dem ganz individuellen Bezug zum Träumer gedeutet werden können. Das unterscheidet diesen Ratgeber von ähnlichen Schriften, die sich ohne Bezug auf die aktuelle Situation des Träumers lediglich auf Teilaspekte beschränken.

Vielleicht werden Sie bei einigen dieser Traumgeschichten schmunzeln oder lachen, bei anderen vielleicht staunen oder nachdenklich werden oder sich selbst in der einen oder anderen Geschichte wieder finden.